Der Unterweisung. Der Weisheit. Dem Pflichtgefühl.

700 € für ein tolles Schulklima

Der Schülerwettbewerb, der von unserem Förderverein ausgelobt wurde, ist am 20. April offiziell zu Ende gegangen.

Ein Rückblick.

Es ist der Abend des 15. Dezember 2017. In seiner letzten Sitzung vor Weihnachten beschließt der Vereinsvorstand die Auslobung eines Wettbewerbes unter den Klassen und stellt dafür Mittel im Umfang von 700 € zur Verfügung. Der Abstimmung ist eine längere Diskussion vorausgegangen. Es ging um die scheinbar einfache Frage, wie das Schulklima am Gymnasium stetig verbessert werden kann. Doch so simpel die Fragestellung wirkt, umso komplexer fällt an diesem Abend die Antwort aus. Die Einen plädieren für ein dichteres Veranstaltungsprogramm nach dem Unterricht, um das Miteinander unter den Schülerinnen und Schüler durch gemeinsame Aktivitäten zu gestalten. „Der Verein könne für die Gymnasiasten noch mehr thematische Projekte organisieren, die Kosten übernehmen und somit das Angebot am PMG vergrößern.“ meint ein Vorstandsmitglied. Der Verein würde in diesen Fällen unmittelbar versuchen, auf das Schulklima einzuwirken. „Ob das Erfolg hat? Seit wann kann man Kollektivität von außen erzeugen?“ entgegnet daraufhin ein anderer Vorstand. Eine ungewöhnliche Idee, die zugleich ein Novum am PMG werden soll, schafft an dieser Stelle Abhilfe. Unser stellvertretender Vorstandsvorsitzender Karsten Vogt schlägt in der fortgeschrittenen Diskussion vor, einen Schülerwettbewerb des Fördervereins auszuschreiben. Jede Klasse der Sekundarstufe I (5-10) soll sich bewerben können. Die Schüler müssen in ihrer Bewerbung  darlegen, welche Anstrengungen sie unternommen haben, um das Miteinander in der eigenen Klasse oder gesamten Schule nachhaltig zu verbessern.

Vorgetragen, durchdacht, beschlossen. Nach dem Ende der Sitzung steht fest: Bis zum 02. März 2018 darf sich jede fünfte bis zehnte Klasse in Bild, Ton oder Schrift beim Verein um das Preisgeld bewerben. Das hat der Vorstand aus gutem Grund gestaffelt und den Wettbewerb in zwei Kategorien gegliedert: Während die fünften bis siebten Klassen gegeneinander antreten (Kategorie Klasse 5-7), ringen die achten bis zehnten Klassen für sich um den Titel (Kategorie Klasse 8-10). Diese bewusste Teilung der Schülerschaft nach Altersklassen soll von Anfang dazu beitragen, die unterschiedlichen Wünsche, Ziele und Potentiale der Schüler vor und in der Pubertät zu berücksichtigen. Um die Klassen für die Teilnahme zu motivieren, dotiert der Vorstand den Wettbewerb in beiden Kategorien auf ein Preisgeld von jeweils 200 €. Darüber hinaus schreibt die Vereinsleitung einen Sonderpreis im Wert von 300 € aus, um den sich ebenfalls jede Klasse bewerben kann. Im Gegensatz zu den beiden Hauptpreisen richtet sich der Blick in dieser Kategorie nicht in die Vergangenheit, sondern auf die Zukunft. Die Bewerber müssen die Frage beantworten, welche herausragende, noch nicht umgesetzte, Projektidee zur Verbesserung des Schulklimas am Gymnasium geeignet erscheint.

Die Rahmenbedingungen sind abgesteckt, die Finanzierung ist gesichert. Am 02. März sind beim Verein sieben Bewerbungen aus den Klassenstufen 5, 7, 9 und 10 eingegangen. Eine vom Vorstand gebildete Wettbewerbsjury entscheidet nun über dessen Sieger. Sie setzt sich aus jeweils zwei Eltern, Schülern, Lehrern und Vereinsakteuren zusammen. In zwei Sitzungen diskutieren die Juroren unter dem Vorsitz von Vereinschef Patrick Höhne die eingegangenen Bewerbungen. Am Ende steht der Beschluss über die Sieger fest. Die Klasse 05d unter Leitung von Konstanze Müller und die Klasse 10c unter Leitung von Karsten Vogt haben die Jury überzeugt. Darüber hinaus kassiert die 10c gleich doppelt Geld: Mit ihrer Idee, einen gemeinsamen Wissensaustausch zwischen Schülern unterschiedlicher Jahrgangsstufen in Form eines Speeddatings durchzuführen, gewinnt sie den Sonderpreis und somit weitere 300 €.

Schatzmeister Marcel Bulling überreicht den Klassensprechern der 10c ihre Urkunde.
Cornelia Böttner, Elternvertreterin und Vereinsmitglied, prämiert die Klasse 05d.

Am Morgen des 20. April, vier Monate nach dem Startschuss für den Wettbewerb, geben drei Laudatoren aus der Mitte der Jury in einer Sitzung des Schülerrates die Gewinner öffentlich bekannt. Cornelia Böttner, Carmen Tischer und Marcel Bulling zeichnen in ihren Laudati die Qualität der Bewerbungsunterlagen aus. Sie machen den anwesenden Schülervertretern deutlich, mit welchem Eifer und Aufwand die Siegerklassen um die Preisgelder kämpften, dass sich die Mühe gelohnt hat und die Bewerbungsunterlagen zu PMG on Tour gewürdigt werden. Der Klasse 10c versprechen sie, dass sich der Vorstand mit der Umsetzbarkeit ihrer Sonderpreis-Idee beschäftigen wird; der Einfall nicht einfach in der Schublade verschwindet.

„Rückblickend stelle ich fest, dass sich dieses Pilotprojekt hervorragend eignet, um das Klassen- und Schulklima am PMG zu verbessern. Die Teilnehmer haben sich aufgerappelt, Gedanken gemacht und im Klassenverband eine Teamleistung auf die Beine gestellt: Ihre Bewerbung. Sie haben dabei unbewusst ein Miteinander erzeugt. Das ist in unserer kurzweiligen digitalisierten Informationsgesellschaft keine Selbstverständlichkeit.“ schlussfolgert Vorstandsvorsitzender Patrick Höhne.

Die Klassensprecher der 05d zeigen stolz Urkunde und Gewinnbenachrichtigung.
Carmen Tischer, Elternvertreterin und Vereinsmitglied, zeichnet die Klasse 10c mit dem Sonderpreis aus.

Mitglieder der Jury waren: Carmen Tischer und Cornelia Böttner (Eltern), Katharina Jurenz und Lilly Roitsch (Schülerinnen), Gabriele Esch und Andrea Hänel (Lehrerinnen) sowie Eric Hackenberg und Marcel Bulling (Vereinsakteure)